Nachbericht zur zweiten Mannheimer Schülerkonferenz

eingetragen in: 68DEINS! Schule und Demokratie

Am 23.10.2019 fand die zweite Mannheimer Schülerkonferenz statt. Auf dieser wurde der zweite Mannheimer Stadtschülerrat und die Schüler/-innenvertretung des Schulbeirates Mannheim gewählt. Organisiert wurde die Konferenz vom Stadtschülerrat Mannheim.

Zur zweiten Mannheimer Schülerkonferenz waren alle gewählten Schülervertreter/-innen der weiterführenden Schulen Mannheims geladen. Wider Erwarten stellte sich heraus, dass der Zeitpunkt der Schülerkonferenz für viele Schulen und Schüler/-innen zu früh und eine Teilnahme an der Konferenz schwierig war. Daher nahmen 25 Schüler/-innen von 15 Schulen teil.

Der erste Stadtschülerrat berichtete von den Erfahrungen und Ergebnissen der letzten zwei Jahren und wurde verabschiedet. Auch die Arbeit des Schulbeirates wurde von Tina Krabkrantham vorgestellt, welche in den letzten zwei Jahren die Schülerschaft im Schulbeirat vertrat. Anschließend wurde eine Änderung der Geschäftsordnung durch den Stadtschülerrat beantragt. Dieser schlug eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Stadtschülerrat und der Schüler/-innenvertretung im Schulbeirat vor. Die Änderung wurde durch die Schülerkonferenz beschlossen. Die Schüler/-innenvertretung des Schuleirates versteht sich künftig als Arbeitskreis des Stadtschülerrates, der die Tagesordnung der Sitzungen des  „Ausschuss für Bildung und Gesundheit, des Schulbeirates und des Jugendhilfeausschusses“ gemeinsam diskutiert und vorbereitet.  

Dann wurden die Vertreter/-innen für die jeweiligen Gremien gewählt. Allerdings konnten nur Vertreter/-innen für drei Schulformen gefunden werden. Laut Geschäftsordnung müssen aber vier von sieben Schulformen in den Stadtschülerrat gewählt werden, andernfalls kommt dieser nicht zustande. Die Schüler/-innen beschlossen daher eine zeitnahe Nachwahl für die fehlenden Schulformen. Bis dahin besetzen die amtierenden Schüler/-innen der fehlenden Schulformen kommissarisch das Amt im Stadtschülerrat. Nach der gestrigen Wahl steht fest: Die Gymnasien werden künftig durch Jacov Gothe (Ludwig Frank Gymnasium) und Lara Kornmüller (Elisabeth Gymnasium) vertreten. Für die Berufsschulen wurden Buse Kilincer (Friedrich – List Schule) und Tina Krabkrantham (Werner von Siemens Schule) gewählt. Die Realschulen werden vertreten von Defne Ayan (Wilhelm Wundt Realschule) und Xena Rauser (Tulla Realschule).

Anschließend fanden die Wahlen der Schüler/-innenvertretung des Schulbeirates statt. Ordentliche Mitglieder sind Dennis Klingenspohr (Liselotte Gymnasium), Oskar Weiß (Feudenheim Gymnasium) und Danae Michalopoulon (Ludwig Frank Gymnasium). Stellvertretende Mitglieder sind Xenia Blancafort (Integrierte Gesamtschule Mannheim Herzogenried), Daniil Kurtser (Lessing Gymnasium) und Xena Rauser (Tulla Realschule). Die neu gewählten Vertreter/- innen erhielten eine Infomappe für die nächsten zwei Amtsjahre. Diese beinhaltete beispielsweise Informationen zur Kommunalpolitik und den Jugendbeirat Mannheim. Denn auch in den Jugendbeirat Mannheim werden Vertreter*innen des Stadtschülerrats Mannheim entsendet. In diesem Sinne vernetzt sich die Interessensvertretung Mannheimer Kinder und Jugendlicher zunehmend.

Zuletzt wurden noch Ideen und Anliegen der anwesenden Schüler/- innen gesammelt und den Gremien mit auf den Weg gegeben. Die Schüler/- innen problematisierten überfüllte öffentliche Verkehrsmittel zu den Stoßzeiten vor- und nach der Schule, den Zustand einiger Schultoiletten, fehlende SMV Räume, Parkmöglichkeiten, Mülltrennung und Pausenregelungen an den Schulen. Außerdem wurde Bundeswehrwerbung an den Schulen kritisiert. Weiterhin forderten die Schüler/-innen bessere Informationen über den Stadtschülerrat und Schulbeirat und weitere Beteiligungsangeboten für Kinder und Jugendliche an den Schulen. Erste Ideen sammelten die Teilnehmer*innen auch für schulübergreifende Projekte, neben dem bereits etablierten Projekt „Together we stand“ und dem Rosentag soll es gemeinsame Musikprojekte, Sportuniere und Schulbälle geben.